| 1871 | Am 14. April wird das damals als "Land- und Sommerhaus" bezeichnete Gebäude in Anwesenheit des Kronprinzen, des späteren Kaisers Wilhelm II, eröffnet. Die Entwürfe des Gesellschaftshauses stammen vom Architekten Friedrich (von) Thiersch, der sich ebenfalls für die Planungen der Frankfurter Festhalle verantwortlich zeichnet. |
| 1878 | Sieben Jahre nach seiner Eröffnung fällt das Gesellschaftshaus in der Nacht vom 10. auf den 11. August einem Brand zu Opfer. Lediglich die Grundmauern und das Palmenhaus können den Flammen trotzen und überstehen das zerstörerische Feuer. |
| 1879 | Nach den Entwürfen von Heinrich Theodor Schmidt beginnt der Wiederaufbau des Gesellschaftshauses. Ludwig Neher gestaltet den prachtvollen Festsaal im Stil der Neo-Renaissance. |
| 1914-1918 | Während des ersten Weltkrieges wird das Gesellschaftshaus als Lazarett benutzt. In den darauffolgenden Jahren wird das Gebäude kaum mehr genutzt. |
| 1928-1929 | Die Stadt Frankfurt beauftragt den Bauhaus-Architekten Martin Elsaesser mit dem Entwurf und der Gestaltung eines neuen Anbaus, welcher die eindrucksvolle Fassade nachhaltig verändert und eine moderne Formensprache eingebracht hat. |
| 1944 | Am 12. und 13. September 1944 geht nach schweren Brandbombenangriffen der Westflügel des Gesellschaftshauses in Flammen auf. |
| 1945-1953 | Nach dem 2. Weltkrieg wird ab 1948 im Frankfurter Westend ein Sperrgebiet der amerikanischen Besatzungsmacht eingerichtet, in dessen Bereich nun auch der Palmengarten und das Gesellschaftshaus liegen. Vorerst nutzt das amerikanische Rote Kreuz das Gesellschaftshaus, bis es von den GI's in einen Tanzclub umfunktioniert wird. |
| 1953-1954 | Lange Verhandlungen führen endlich dazu, dass das Gesellschaftshaus wieder zurück an die Stadt Frankfurt übergeben wird. Im Jahre 1954 ist das Gebäude endlich wieder im Besitz der Stadt. Noch im selben Jahr wird der Festsaal innerhalb von 3 Monaten renoviert, doch die klassische Pracht aus Stuck und Wandmalerei ist nicht mehr zeitgemäß und wird mit einfachen Holzverschalungen verdeckt. |
| 1961-1963 | In den 60er Jahren werden die letzten Schadenstellen aus dem Krieg im Palmengarten behoben und ein neuer Westflügel für ca. 2,9 Millionen Mark errichtet. Das Gesellschaftshaus erhält somit fast 20 Jahre nach dem Krieg wieder einen repräsentativ gestalteten Haupteingang. |
| 1974-1981 | Seit den 70er Jahren wurde das Gesellschaftshaus dann zu dem Hot Spot Frankfurts. Nach einigen Umstrukturierungen der Gastronomiebereiche werden die Räumlichkeiten für zahlreiche Konzerte, Bälle, Opern und Operetten, Kongresse, Tagungen und für Karnevalssitzungen genutzt. |
| 1989-2000 | Im Laufe des Betriebes des Gesellschaftshauses wird das erste Mal darüber nachgedacht, den Festsaal zu renovieren und die versteckte Pracht wieder ans Tageslicht zu holen. Es soll aber gut 20 Jahre dauern, bis die Idee verwirklicht wird. |
| 2002-2003 | Im Jahre 2002 wird das Gesellschaftshaus durch die Bauaufsicht geschlossen und 2003 eine Architektenausschreibung ausgerufen. Insgesamt 84 Architektenbüros bewerben sich um das Projekt und noch im selben Jahr geht der Zuschlag an einen renommierten Architekten: David Chipperfield. |
| 2004-2009 | Gut sieben Jahre bleibt das Gesellschaftshaus geschlossen und ungenutzt. Am 15. April 2009 beginnen endlich die aufwendigen Sanierungs- und Bauarbeiten. |
| 2009-2012 | Die 2009 begonnenen Sanierungsarbeiten dauern bis zum heutigen Tag an. Der historische Festsaal des Gesellschaftshauses wird nicht nur in seine alte Pracht zurückversetzt, sondern auch die restlichen Gebäudeteile aufwendig saniert, für den Veranstaltungsbetrieb sinnvoll umstrukturiert und zudem mit der neuesten Technik ausgestattet. Die Wiedereröffnung des Gesellschaftshauses ist für Sommer 2012 geplant. |